Zum Internationalen Tag der Trans* Sichtbarkeit

Weg mit den Trans*feindlichen Einschreibungsmodalitäten an Hochschulen


Heute, am 31. März ist Trans* Day of Visibility.

Trans* Personen machen bei vielen für cis-Menschen alltäglichen Dingen diskriminierende Erfahrungen. Das beginnt schon bei der Einschreibung an der Hochschule. So müssen sich Studienanfänger*innen mit ihrem im Pass vermerkten Namen einschreiben. Dieser Name taucht anschließend überall auf: In der E-Mail Adresse, auf online-Lernplattformen und Accounts für Videokonferenzen, was zu Zwangsoutings von trans* Personen führen kann. Dass diese Namen in vielen Fällen sogenannte Deadnames sein können, also Namen, die der trans* Person bei ihrer Geburt zugewiesen wurden, aber nicht mehr verwendet werden, wird nicht berücksichtigt. Mit einem Deadname angesprochen zu werden kann sehr schmerzhaft sein, weil es die eigene Identität abspricht und Menschen in einem trans*feindlichen Umfeld in Gefahr bringt. Trans* Menschen haben ein Recht auf Selbstbestimmung - das betrifft die Wahl des Namens genau so wie den Zeitpunkt des Outings.


Problematisch ist dabei neben den Modalitäten der Einschreibung, dass eine Vornamens- und Personenstandsänderung sehr aufwändig und kompliziert ist. So müssen nach dem sogenannten Transsexuellengesetz verschiedenste Unterlagen eingereicht werden, sozusagen als "Beweise" darüber, dass eine Person wirklich trans* ist. Dieser Prozess ist kräftezehrend, teilweise erniedrigend und teuer.


Eine mögliche Lösung wäre ein zusätzliches Feld im Einschreibungsformular für den Rufnahmen und die Pronomen der*des Studierenden.


Wir fordern daher:

Weg mit dem sogenannten Transsexuellengesetz!

Weg mit den trans*feindlichen Einschreibungsmodalitäten an Hochschulen!