CAMPUSGRÜN- STUDIUM IN DER PANDEMIE

Studentische Nebenjobs


Während Großkonzerne Staatshilfen in Milliardenhöhe kassierten und riesige Summen an ihre Aktionär*innen ausschütten konnten; während alle anderen Gruppen von Arbeitnehmer*innen zum Großteil mit Kurzarbeiter*innengeld über die Runden kamen; durften und dürfen Studierende kein Kurzarbeiter*innengeld und kein Arbeitslosengeld beziehen. Dabei sind vor allem für Studierende typische Jobs, wie zum Beispiel in der Gastronomie und der Kulturbranche komplett und ersatzlos weggebrochen. Fast alle wurden aus ihren Minijobs entlassen. Auch an den Universitäten und in Studierendenwerken wurden massenhaft die befristeten Verträge der Studis nicht verlängert. Das, was Wissenschaftsministerin Anja Karliczek als "Hilfe" für betroffene Studierende bezeichnete, war eine reine Farce. Höchstens 500 € im Monat und das auch nur, wenn der Kontostand schon bei 0 stand - mehr gab es nicht. Campusgrün-Sprecher Johannes Maurer findet: "Das System studentische Finanzierung ist nicht krisenfest und muss deshalb auf vollkommen neue Füße gestellt werden. Corona ist dafür ein eindrucksvoller und zugleich trauriger Beweis." Diejenigen, die wegen diesem politischen Versagen in die Schulden getrieben wurden, müssen jetzt entlastet werden. Zudem sind viele der Minijobs, über die Studierende früher ihr Studium finanziert haben, bei den langsamen Öffnungen noch jetzt nicht wieder verfügbar. Da die dringende Reform der Bildungsfinanzierung kein Projekt ist, das sich von heute auf morgen umsetzten lässt, braucht es daher weitere finanzielle Unterstützung für diejenigen, die sich sonst nur mit einem Nebenjob finanzieren können, aber keinen finden.


Der Bundesverband Campusgrün hat aus diesem Grund gemeinsam eine Stellungnahme mit Forderungen an die Politik aus den Erfahrungen der vergangenen Monaten zusammengestellt. Verfolgt in den kommenden Tagen unsere Post´s.


hier findet ihr schon die vollständige Stellungnahme:


StudiumPandemie_Dok
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